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Tunel Vieira de Castro
Gegend: Rabacal
Standort: N 32°46.429 W 17°09.047 ca. 850 M.ü.M
Hintergrund: Es handelt sich hier nicht um eine Levada, sondern um ein Bauprojekt aus den 1920er-Jahren, das Wasser aus der Ribeira da Janela über einen Tunnel ins den Südwesten der Insel transportieren sollte.
1912 wurde eine Gesellschaft "Reid, Castro & Companhia" gegründet, die im Bankensektor tätig war. Sie investierten auf Madeira in verschiedene Projekte.
Eines davon war die Erschliessung des Wasser der Ribeira da Janela und dessen Verwendung in der Landwirtschaft im Südwesten. 1920 starben 2 Gründungsmitglieder der Gesellschaft. Sie wurden durch ihre Erben ersetzt. Ende der 1920er-Jahre wurde mit den Bauarbeiten am Tunnel begonnen, die grosse Depression führte jedoch zur Insolvenz der Firma und in den frühen 1930er-Jahren wurden die Bauarbeiten eingestellt.
Das Tunnelprojekt war in Vergessenheit geraten, bis der Tunnel 2020 wiederentdeckt wurde.
Länge: 250 m
Baujahr: 1929 - 1932
Funktion: Wenn man die Höhe des Tunnels betrachtet und mögliche Wasserfassungen in Betracht zieht, hätte die Madre dieser Levada irgendwo zwischen dem Bereich der Kreuzung der Levada da Rocha Vermelha und der 25-Quellen-Levada in der Ribeira da Janela liegen müssen. Also ein beachtliches Sück auf der Südseite der Ribeirada Janela.
Die kürzest mögliche Tunnellänge auf die Südseite beträgt etwa 1.7 Km und endet im oberen Teil der Ribeira da Achade zwischen dem Lombo da Estrela und dem Lombo dos Castanheiros. 200 m tiefer fliesst heute die Levada Nova, also durchaus möglich, dass dieses Tal das Ziel des Durchstiches war. Alle andern Ziele auf 850 m Höhe auf der Südseite sind sehr weit vom Tunnelportal entfernt.
Zugang: Abstieg von der Levada do Furado Velho
auf freigeschlagenem Weg.
Zustand: Eingang in perfektem Zustand, mir schien der Eingangsbereich sogar höher und breiter zu sein als der Furado Velho. Weiter hinten wurde der Tunnel dann etwas weniger hoch, aber bis dorthin reichten unsere Taschenlampen nicht.
Der Abstiegsweg ist teilweise absolut unproblematisch, ein paar Stellen allerdings waren doch etwas abgerutscht, hier musste man auch die Hände gebrauchen.
Bemerkungen: Interessant wäre sicher der Abstieg vom Tunnelportal zur Ribeiura da Janela, das wurde auch schon einige Male gemacht, aber wir fanden keinen vernünftigen Einstieg, weiter unten hat es auch noch ein paar Felswände....
GPS-Daten: kmz-Daten
Berichte: Wanderungen_2021, Caminheiros Anonimos da Madeira
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