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06.08.2021 Auf Entdeckungstour im Rabaçalgebiet: Tunel Vieira de Castro und Levada da Senhora
Datum: 06.08.2021
Anfahrt: Canico - Ribeira Brava - Sao Vicente - Encumeada - Paul da Serra - Rabacal
Verlauf: Auch heute war eine Wanderung im Norden geplant, weil es aber auf der Nordseite des Encumeadtunnels Bindfäden regnete, haben wir kehrt gemacht. Zuerst wurden wir mit einem gewaltigen Wolkenfall vom einschlägigen Viewpoint unterhalb von Pedras entschädigt. Später dann an der grossen Kreuzung auf der Paul da Serra verzauberte uns ein gigantischer Regenbogen. So war der Ärger bereits verflogen und wir konnten uns unserem neuen Tagesziel widmen.
Wir parkten ein Auto am Rabacal-Parkplatz und fuhren dann zum westlichen Ponto. Abstieg zum Furado Velho, dieser Weg wurde ausgebaut und ist wunderbar zu gehen. Kurzer Besuch beim Furado Velho und dann auf der 'Levada do Furado Velho' nach Osten bis nach dem ersten Tunnel.
Abstieg auf dem neu ziemlich gut freigeschlagenen Weg immer abwärts. Zuerst kreuzten wir die Reste der Mauern einer Unterkunft, die vermutlich von den Tunnelarbeitern genutzt wurde. Weiter nach unten, bis wir vor dem gigantischen verlassenen Eingang des Tunel Vieira de Castro standen. ich hatte den Eindruck, dass der Eingang noch höher und breiter ist als der des Furado Velho. Wir haben hier noch nach Spuren oder Wegmarkierungen für den Weiterabstieg zur Ribeira da Janela, aber das Gelände ist hier so rutschig und weiter unter drohen Felswände, so dass wir das Vorhaben aufgaben.
Wiederaufstieg zur 'Levada do Furado Velho' und weiter durch den zweiten Tunnel bis kurz vor der Brücke über die Ribeira do Alecrim. Hier sind wir auf dem ebenfalls neu und für unseren Geschmack fast etwas übertrieben ausgebauten Weg hoch zum östlichen Ponto Novo aufgestiegen, immer Ausschau haltend nach der Kreuzung mit der Levada da Senhora. Nachdem wir den Ponto erreicht hatten und immer noch nicht fündig geworden waren, nochmals kurzer Abstieg. Und wir fanden dann den als Toilettenweg getarnten Einstieg.....
Die Levada da Senhora ist zwar freigeschlagen, aber längere Zeit geht man einfach in der Baumheide in einem relativ steilen Hang, mit Blick auf die Rabacal-Häuser. Nach einer Weile tauchen dann zuerst Erdwälle auf, die zur Levada gehörten, teilweise dann auch Stützmauern und betonierte Abschnitte. Und meist, wenn die Levadareste der Levada da Senhora zu sehen waren, konnte man ein paar Meter weiter oben auch Reste der Levada dos Moinhos erkennen. Diese ist aber nicht freigeschlagen und deshalb nur an einigen Punkten erreichbar.
Vor einer Felswand weicht dann die Levada dos Moinhos nach oben ab und war später auch nicht zu sehen. Die Levada da Senhora geht dann durch felsige Abschnitte mit 2 wunderschönen aussichtsreichen, aber auch ausgesetzten Abschnitten mit herrlichem Blick auf das Tal der Ribeira do Alecrim, die Rabacalpiste, den Weiterweg der Levada da Senhora und die Levada do Paul 1.
Weiter geht es über oder unter Baumheideäste, bis man plötzlich auf der Rabacal-Piste steht. Ein Weiterweg ist hier nicht zu sehen, man müsste vermutlich über die Ribeira do Alecrim aufsteigen, um zur Kreuzung der Levada da Senhora mit der Ribeira zu gelangen. Dies haben wir uns für später aufgehoben.
Aufstieg zum Rabacalparkplatz und zurück zum Ponto Velho. Hier haben wir die Reste der Levada da Senhora und der Levada dos Moinhos kurz vor der Kreuzung mit der ER110 noch genauer angeschaut.
Distanz: 13.8 Km, 450 Hm Aufstieg, 400 Hm Abstieg
Start: 09.25 Ponto Velho
Ende: 16.00 Rabacal-Parkplatz
Zustand:
Der Abstieg und der Weg auf der 'Levada do Furado Velho' sind problemlos, ebenso der Weg zum Ponto Novo.
Der Abstieg zum Tunel Vieira de Castro ist zwar freigeschlagen, hat aber ein paar Kraxelstellen drin, weil der Weg abgerutscht ist.
Entlang der Levada da Senhora ist es für Entdecker einfach paradiesisch, es hat gerade so viel Platz wie man braucht, man muss über querliegende Äste steigen, unter den Ästen durchsteigen und sich durch eine schmale Felspassage durchmogeln ('fat man's desaster...'). Die beiden Balkone sind zwar exponiert, der Untergrund ist aber stabil und genügend breit.
Bemerkungen: Ein Traum für erfahrene Levadaentdecker
GPS-Daten: Original GPS-Track
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