Levada do Norte (Süd)

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Levada do Norte (Süd)


Gegend: Serra de Agua bis Camara dos Lobos/Nordwesten

Madre: Kraftwerk Serra de Agua N 32°44.650 W 17°01.100 ca. 580 M.ü.M.

Verlauf: Der südliche Teil der Levada do Norte kann in 6 Abschnitte unterteilt werden:

Abschnitt 1: Serra de Agua bis zur Ribeira do Pico:

Bis 1995 Levada mit 3 kurzen und einem langen Tunnel, seit 1995 keine Wasserführung mehr. Das Wasser wird seit 1995 wird in 2 separaten Tunnels zur Ribeira do Pico geführt. Der erste kommt im der Ribeira do Poço an die Oberfläche, wird dort halboffen durchs Bachbett geführt und dort beginnt auch der zweite Tunnel. Beide aktuellen Tunnels sind nicht zugänglich!


Nach dem Kraftwerk Serra de Agua gleich ziemlich ausgesetzt, aber auf intaktem Weg auf der Nordseite des Tales des Ribeiro do Poço, Weg von der VE-4, dann Doppeltunnel mit kurzem offenem Stück (Bachpassage), ausgesetzt weiter bis zu einem Wasserfall, der direkt auf die Levada prasselt. Umgehung eines alten zerstörten Abschnittes auf schmalem Pfad, Passage eines wunderschönen Seitenastes des Ribeiro do Poço mit ausgewaschenen Becken, über Brücke über den Hauptast des Ribeiro do Poço. Direkt unter der Brücke sieht man das Zwischenstück der beiden neuen Stollen vom Kraftwerk Serra de Agua zur grossen Bachverbauung im Ribeiro do Poço.
Der Weg geht entlang der Ribeira do Poco zur alten Levadabrücke am Ende des zerstörten Abschnittes. Gleich hier beginnt der unangenehme lange Tunnel (ca. 1 Km). Sehr nass, abschnittweise steht sowohl der Levada- wie auch der Wegteil unter Wasser, man muss auf dem kleinen Mittelmäuerchen balancieren. Beim Ausgang geht links ein Weg hoch zu einer Bachverbauung, die früher die Levada mit zusätzlichem Wasser gespiesen hat. Die Levada geht diesem Bach entlang auf der Ostseite und schwenkt dann ins Tal der Ribeira do Pico. Rechterhand erkennt man den Pico do Buzio, dessen hahnenkopf-ähnliches Bild immer wieder aus verschiedenen Blickwinkel zu sehen sein wird. Ebenfalls hat man von hier einen schönen Blick auf die Galerie mit den Holzgeländern, den man später in Abschnitt 2 passiert.
Letzter Tunnel und entlang von ein paar bewirtschafteten Terrassen und Bienenhäusern zum Levadahaus bei der grossen Bachverbauung.
In der grossen Verbauung wird das Wasser gestaut und über ein komplexes System separiert: Der grösste Teil fliesst in den Tunel do Pico Grande ins Curraltal zum Kraftwerk Socorridos.
Ein kleiner Teil fliesst wie früher in den Abschnitt 2.
Vgl. auch Wanderung 2015

Abschnitt 2: Ribeira do Pico bis Espigao:

Die Levada führt zunächst am Südhang des Ribeiro do Pico-Tales entlang. Sofort stark exponiert ohne Sicherungen, eine erste Herausforderung ist die ausgesetzte Passage über einen Rohrabschnitt. Dann folgt die Passage entlang eines Vorsprunges mit den bekannten Madeirensischen Holzsicherungen in einer aus dem Fels gehauenen Galerie. Die Sicherungen untersucht man besser nicht genauer, immerhin geben sie psychologischen Halt.
Dann in offenerem Gelände weiter bis zum nächsten Tunnel. Danach befindet man sich in der Felswand oberhalb des Ribeira Brava-Tales. Tolle Aussicht, die Levada ist in diesem Abschnitt teilweise aus einer Wand herausgeschlagen. Weitere 2 Tunnels, dann folgt der Blick in die grosse Schlucht. Der Levadaweg wird immer schmaler und ausgesetzter, im Talschluss läuft man auf einem Mäuerchen von etwa 15 cm Breite, ohne Sicherung. Immerhin wurde die Levada hier gut instand gesetzt.. In einemTunnel durch den Talschluss und ausgesetzt wieder aus der Schlucht heraus. Hier ist der Weg etwas breiter. Wieder oberhalb des Ribeira Brava-Tales ausgesetzt weiter, zunehmend offeneres Gelände bis zum Lombo von Espigao. Links geht der Weg weg, der nach Espigao führt (vgl. unten).
Der Abschnitt endet mit der Traverse durch den Tunnel, der unter Espigao durchführt.
Vgl. auch Wanderung 2015

Update 2023:

Es war abzusehen, dass der Abschnitt 2 zwischen Ribeira do Pico und Espigao irgendwann nicht mehr unterhalten würde.
Der Aufwand, diesen Abschnitt zu unterhalten, wurde irgendwann zu gross, der Wasserverlust war enorm, dass hie etwas Neues geplant wurde, war schon länger bekannt.
Im September 2023 wurde nun der Tunel do Pedregal wurde eröffnet.
Der Tunnel beginnt nach der grossen Bachverbauung in der Ribeira do Pico, wo auch der Tunnel ins Curraltal weggeht.
Der Hauptkanal mündet in Pedragal in der Nähe des Ausganges des Tunel do Covao auf den alten Ast der Levada do Norte.
Um die Gegend um Eira do Mourao und Boa Morte weiterhin mit Wasser zu versorgen, gibt es eunen Seitenausgang neben der Bachpassage der alten Norte über die Ribeira do Espigao.
Der Abschnitt von der Ribeira do Pico bis nach dem Tunnel unter Espigao wird also nicht mehr unterhalten und vermutlich nie mehr begehbar sein.


Die Planung (Bilder siehe unten):


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Abschnitt 3: Espigaotunnel bis Eira do Mourao:

Zuerst Verlauf im Tal der Ribeira do Espigao, entlang einer Bachverbauung, durch einen kurzen Tunnel, der den Namen Tunnel eigentlich gar nicht verdient. Dann auf dem Rücken aussichtsreich hoch über dem Ribeira Brava-Tal. Der Abschnitt endet an der Kreuzung mit der Zugangsstrasse nach Eira do Mourao, die von der Strasse nach Espigao und Fontes talwärts geht..
Vgl. auch Wanderung 2014

Abschnitt 4: Eira do Mourao bis Boa Morte:

Die Levada geht weit in den Einschnitt der Ribeira Funda nach Osten, Abzweigung des Weges zur Madre der Levada do Meio. Wechselnde tolle Aussichten auf die terrassierten Flächen. Talschluss in Ribeira Funda unterhalb der Strasse, die nach Espigao führt. Aus dem Tal heraus, Weg zum aktiven Teil der Levada do Meio, später Weg zum nicht mehr in Betrieb stehenden Teil der Levada do Meio und weiter zur Levada do Baixo, in verbranntem Wald nach Süden nach Boa Morte, wo das Wasser gestaut und in grosse Reservoirs (Reservatorio do Sitio das Covas) geleitet. Danach ist die Levada trocken.
Vgl. auch Wanderung 2014

Abschnitt 5: Boa Morte bis Cabo Girao

Zunächst trocken bis zur Ribeira do Campanario. Dort zuführender grosser Stollen, der mit dem oberen Ausgleichsbecken des Socorridos-Energie-System in Covao verbunden ist. Dieser versorgt die Levada mit Wasser. Aussichtsreich hoch über Campanario, Igreja und vielen Terrassen und kleinen Dörfern. Mittendrin der Viadukt der Autobahn! Viele Zugänge und Kreuzungen mit Wegen und Schotterpisten.Der Lombo nördlich des Cabo Girao wird in einem Tunnel passiert.
Vgl. auch Wanderung 2015, Wanderung 2016

Abschnitt 6: Cabo Girao bis Marinheira:

Zunächst hoch über den Terrassen von Caldeira. Nach der Kreuzung mit der Estr. Joao Gonzalves Zarco wird das Wasser in einer Sammelstelle gestaut und im Pau Branco-Tunnel durch den gleichnamigen Lombo geleitet. Das alte Levadabett ist noch ein paar Meter verfolgbar, endet aber in einem alten Erdrutschkegel. Man kann zwar hier weitergehen, die Levada ist aber nicht mehr vorhanden. Nach einem kleinen Ab- und Aufstieg im Bereich eines Silos trifft man wieder auf die Levada und etwas später auf den Tunnelausgang.
Am Ende des Tunnels trifft das Wasser wieder auf das alte Levadabett und fliesst einerseits in die "falsche" Richtung Richtung Wassersilo in Nogueira und andererseits weiter auf normalem Weg. Dann tiefer Einschnitt ins Tal der Ribeira da Caixa mit zwei Brückenpassagen über die Seitenäste der Ribeira und 2 tollen, aufgemauerten Passagen kurz vor Austritt aus dem Tal, danach schlängelt sich die Levada durch die Aussenquartiere von Estreito de Camara de Lobos
Vgl. auch Wanderung 2016
Am Ende in Covao besteht ein Anschluss an die obere Ladekammer des Socorridos-Energie-System. Bei Wasserüberschuss wird das Wasser über einen Wasserfall in die Ribeira dos Soccoridos abgelassen, welcher sich auch auf die Levada da Faja ergiesst (siehe letztes Bild unten).


Ende: Vargem oberhalb Estreito de Camara de Lobos ca. 530 M.ü.M.

Länge: 31,8 km (Höhendifferenz 40 Meter! Unglaublich!!)

Bauzeit: 1953

Funktion: Bewässerung der Gebiete enlang der Levada ab Boa Morte. Wesentlicher Bestandteil der Wasserversorgung um Ribeira Brava (Zuleitungen aus der Ribeira da Ameixieira, Quellen von Espigao) Ebenfalls ist der Endast der Levada do Norte eng verknüpft mit der Wasserversorgung über das Socorridos-System
Die Levada do Norte in ihrem südlichen Abschnitt ist nur noch ein Schatten der alten Levada. Der erste Abschnitt bis zur Bachverbauung in der Ribeira do Pico ist durch 2 Stollen ersetzt worden. Während ein grosser Teil des Wassers durch den Pico Grande-Tunnel fliesst, wird in der Bachverbauung ein Teil des Wassers auf das alte Trasse umgeleitet. Dieser Teil wird in naher Zukunft (Stand 2016) durch einen 4,9 Km langen Tunnel bis Espigao erstzt werden, um den gefährlichen und aufwendigen Unterhalt zu reduzieren und Wasserverlust zu vermeiden. Die Levada ist funktionell intakt bis Boa Morte. Dort wird sämtliches Wasser in Reservoirs geleitet, der weitere Verlauf bis zur Ribeira do Campanario ist trocken. Dort wird über einen Stollen, der mit Wasser aus dem oberen Ausgleichsbecken des Socorridos-Energie-Systems versorgt wird, die Funktion der Levada wiederhergestellt. Schliesslich wird im Gebiet um Nogueira die Erdrutschstelle mit dem Pau Branco-Tunnel umgangen und die Levada teilweise in 'falscher' Fliessrichtung betrieben.

Zugang:
Abschnitt 1:

- Vom Kraftwerk Serra de Agua , hierhin über
   - Strasse von der ER-228
   - Weg kurz vor dem Südlichen Tunneleingang der VE-4
- Zugang zur Levada von der VE-4, wenn der Weg nicht zugewachsen ist
- Von der Bachverbauung in der Ribeira do Pico (Schotterpiste von Serra de Agua, dort wurde allerdings 2015 ein grosser Kreisel gebaut, das sieht jetzt nicht mehr genauso aus!

Abschnitt 2:

- Von der Bachverbauung in der Ribeira do Pico (Schotterpiste von
Serra de Agua)
- Weg von Espigao (allerdings nur für sehr trittsichere und schwindelfreie Wanderer!) Vgl. auch Wanderung 2015 und Wanderung 2013


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Abschnitt 3:
- Weg über die Terrassen vom Treppenweg zum Espigaotunnel, Weg allerdings teilweise verfallen und schwer passierbar. Vorsicht Steinschlag!

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- Über den Treppenweg von Faja, von der Levada do Baixo oder im Abstieg von der Espigao-Strasse zur Kreuzung mit der Zugangsstrasse nach Eira Mourao
vgl. auch Wanderung 2013

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Abschnitt 4:

- Diverse Abstiege von der Strasse nach Espigao
- Aufstieg von der Levada do Meio
- Weg von Eira do Mourao über die Levada do Baixo und die Levada do Meio
- Diverse Strassen in Boa Morte
- Strasse von Boa Morte nach Espigao, von der Levadastauung geht ein Weg nach Süden bis zur ER-229 (und von dort weiter zur Kapelle Nossa Senhora).

Abschnitt 5:

- Strasse Corujeira-Adega nach Fontes
- Diverse Schotterpisten und Zugang über kleine Wege über die Felder
- Zugangsweg zum Wasserstollen in der Ribeira do Campaneiro
- Diverse Strässchen in Quinta Grande
- Aufstiege von der ER-229 (z.B. direkt zur Abzweigung der Röhre zum Kraftwerk Faja das Padres oder hier oder an der Kreuzung mit der ER-229)
- Abstieg von Fontainhas durch Rebberge (vgl. auch Wanderung 2016)

Abschnitt 6:

- Auf- und Abstiege von der ER-229
- Kreuzung mit der ER-229,
- Direkt in Nogueira und Estreito de Camara de Lobos
- Im Talschluss der Ribeira da Caixa Weg nach Jardim da Serra
- Kreuzung mit der Rua do Tis und dem Caminho Velho do Foro
- Mitten in Estreito de Camara de Lobos
- In Marinheira
- Nochmals in Marinheira
- Am Caminho Velho da Marinheira
- Von Vargem her zum Ende
- Dort geht es übrigens auch gleich zur Ladekammer der Druckröhre des Soccoridos-Kraftwerkes

Zustand:

Abschnitt 1: Weg bis zum Ribeiro do Poço erhalten (Unterhalt der Bachverbauungen), danach ist der Zustamd deutlich schlechter, aber immer noch gut begehbar. Die Tunnels sind teilweise sehr nass (man muss auf dem Mittelmäuerchen balancieren), teils aber auch staubtrocken! Mittelschwer, etwas ausgesetzt, Trittsicherheit erforderlich!
Vgl. auch Wanderung 2015

Abschnitt 2: Zum Teil verrohrt, Steinschlaggefahr, sehr gefährlich, Weg ist unterhalten, aber teilweise extrem exponiert und ohne Sicherungen, geniale Wegführung in der Felswand über dem Serra de Agua-Tal, mehrere kürzere Tunnels. An mehrern Stellen wurde das Levadabett neu betoniert, an heiklen Stellen mit grossen Plastikrohren abgedeckt. Absolute Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und allenfalls ein Helm sind notwendig!
Vgl. auch Wanderung 2015

Abschnitt 3: Mittelschwer, teilweise ausgesetzt, aber breiter, unterhaltener Weg, bedingte Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind gefordert
Vgl. auch Wanderung 2014

Abschnitt 4: Leicht, wenige ausgesetzte Stellen,
Vgl. auch Wanderung 2014

Abschnitt 5: Leicht, wenige ausgesetzte Stellen,
Von Quinta Grande führt eine Abzweigung zum Kraftwerk Faja das Padres (vor allem im Winter, wenn genügend Wasser zur Bewässerung vorhanden ist)
Die Druckleitung befindet sich im Gestell des Vertikalaufzuges!
Vgl. auch Wanderung 2015

Abschnitt 6: Leicht bis mittelschwer, im Tal der Ribeira da Caixa ein paar ausgesetzte Stellen, die aufgemauerten Passagen können umgangen werden!

Bemerkungen: Der Südabschnitt der Levada do Norte gehört für mich zum Besten, was man auf Madeira erwandern kann. Für mich war es ein Nervenkitzel, Adrenalin pur, aber auch eine Art Hommage an die Opfer und die unglaubliche Arbeit, die hinter diesem Bau steckt.

GPS-Daten:  kmz-Daten


Weitere Berichte:   Caminheiros Anónimos da Madeira



Abschnitt 1:

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Abschnitt 2:

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Update 2023:



Bauarbeiten in der Ribeira do Pico:


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Seitenausgang in der Ribeira do Espigao:


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Ausgang in Pedragal:


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Abschnitt 3:

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Abschnitt 4:

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Abschnitt 5:

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Abschnitt 6:

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