Verlauf: Gestartet sind wir im Gegensatz zur ersten Wanderung in dieser Gegend vor 2 Tagen (
Wanderung 11.06.2022 Rosto Branco) direkt an der
Levada da Faja do Rodrigues. Interessant, dass an diesem Vormittag die
Levada dos Agrioes aus dem Sammelbecken gespiesen wurde und der Überlaufwasserfall inaktiv war
das war vor 2 Tagen anders, und auch bei unserer Rückkehr am Abend war es gerade umgekehrt
Kurzer Abstecher zum Eingang des Tunel da Encumeada der
Levada da Faja do Rodrigues und zur grossen Bachverbauung der Ribeira da Vargem.
Aufstieg auf dem gleichen Weg wie vor 2 Tagen bis zur 2. Madre der
Levada dos Agrioes und dann ein paar Meter vor der Madre zum mit 'Levada Velha Folhadal' bezeichneten Pfad, der von der Levada nach oben abzweigt. Ein weiterer Hinweis hat uns dann fast eine Stunde Unsicherheit beschert, der Pfeil zeigt eindeutig nach oben, hier gibt es auch Markierungen und auch eine weitere Tafel, schliesslich mündet der zugemüllte Hohlweg in die Downhillpiste von der Levada do Norte. Ich bin dann ein Stück weiter hochgegangen, machte aber schliesslich einfach keinen Sinn. Also wieder nach unten und dem Gefühl nach bei der Pfeiltafel nach unten und nicht nach oben. Der anfänglich fast unsichtbare Pfad wurde nach der ersten Kurve schnell deutlich, und auch die Richtung machte jetzt Sinn.
Jetzt kreuzt man zum ersten Mal die
Levada dos Agrioes, die hier als Bach verläuft.
Der Weiterweg ist recht gut zu gehen, irgendwann trifft man auf die offen verlaufende
Levada dos Agrioes, kurz darauf kommt sie aus einem Rohr, das von der Madre hängend über das Bachbett führt und das wir vor 2 Tagen bereits gesehen hatten.
Hier war auch ein Zugang zur Madre möglich. Der Weg geht weiter dem Bachbett entlang nach oben und kreuzt, mit Steinmännchen markiert, den Bach. Hier steht eine Tafel, dass man zur Natur Sorge tragen soll und dass man sich in einem Studiengebiet für endemische Pflanzen befindet. Etwas schräg in dieser gottverlassenen Gegend!
Der Weg geht nun sowohl auf- wie auch abwärts. Ich bin nochmals zur Madre auf der rechten Bachseite abgestiegen, dann zurück auf die andere Bachseite und auf dem Rückweg habe ich die offene Levada weiterverfolgt, bis sie als Bach weitergeht.
Auf dem gleichen Weg zurück zur
Levada da Faja do Rodrigues und entlang der Kaskaden zum Tunnel. Ein wirklich komfortabler, hoher und breiter Tunnel mit einer S-Kurve.
Danach weiter auf dem breiten Weg neben der Levada, bei einem ersten offenen Gelände sind wir abgestiegen in die unsägliche stinkende Industrielandschaft und gleich weiter auf der Piste Richtung Ginjas. Meist gut zu gehen, im letzten Abschnitt zum Teil massiv zugewachsen, aber doch gut machbar.
Irgendwann steht man dann neben der
Levada do Poio. Zuerst haben wir die Schluchtpassage in Fliessrichtung über die Brücke erkundet, in den offenen Terrassen oberhalb von Ginjas sind wir umgekehrt und haben die schöne kleine Levada gegen die Fliessrichtung verfolgt. Zuerst folgt ein kleines Reservoir, dann viele Schlaufen, teils auf breitem Weg, teils auf schmalen Mäuerchen, teils etwas zugewachsen, aber immer ungefährlich.
Kurz vor der Strasse nach Loural überquert die Levada das Bachbett in einem langen Rohr, danach durch Weinreben, bis die Levada unter der Strasse zum Solar do Carvalho verschwindet.
Sie taucht neben der Estrada do Loural wieder auf und geht ein Stück neben und quert dann unter der VE4 auf die andere Seite.
Hier geht sie der Stützmauer der VE4 entlang, irgendwann ist abgesperrt, aber man sieht die Madre neben einer Bachverbauung.
Wir sind beim Tor über die Brücke gegangen und auf der andern Seite der Ribeira da Vargem entlang bis zu einer Leiter, die es ermöglicht, ins Bachbett und auch auf die andere Bachseite zur Madre der
Levada do Poiozu kommen (heute nicht...)
Weiter auf schmalen Wegen und schliesslich auf dem Caminho do Estreito da Vargem bis zur Kreuzung mit der
Levada da Achada do Beirao. Heute einfach mal zur Madre und zurück durch Gärten und entlang der seitlichen Bachverbauung, bis sie die Mauer durchquert und zu einer Bachsperre führt. Dieses Stück muss man etwas umgehen und kraxeln, aber eigentlich ist das problemlos. Schliesslich könnte man auch den Bach oberhalb der Bachverbauung queren, aber der Weiterweg sah mir etwas zu 'privat' aus!
Zurück zum Caminho do Estreito da Vargem und weiter nach Vargem, über die VE4 aufwärts zuerst auf der Strasse, dann über einen schmalen Weg, bis man den Unterast der
Levada dos Agrioes kreuzt, wie gesagt, jetzt ohne Wasser. Das letzte Steilstück und über die Holztreppe hoch zur
Levada da Faja do Rodrigues. Und da der Wasserfall so verlockend war, habe ich mir hier eine Dusche genehmigt!
Distanz: 17.1 Km, 710 Hm Aufstieg, 710 Hm Abstieg
Start: 10.00 Levada da Faja do Rodrigues
Ende: 16.00 Levada da Faja do Rodrigues
Zustand: Wenn man den Weg auf Anhieb findet, ist der westliche Weg zur Madre der
Levada dos Agrioes einfach, ich habe den fehlerhaften Pfeil korrigiert.....
Die
Levada da Faja do Rodrigues wie immer breit und probemlos
Der Abstieg Richtung Ginjas schwankt zwischen langweiliger Piste und zugewachsener ehemaliger Piste, ist aber immer gut zu gehen und eindeutig
Die
Levada do Poio ist etwas anspruchsvoller, aber wer sich gewohnt ist, hat hier keine Probleme
Die Madre der
Levada da Achada do Beirao ist spannend, wer will, kann sich die Kraxelei am Schluss ersparen
Der Aufstieg von Vargem zur
Levada da Faja do Rodrigues auf dem schmalen Pfad ist abwechslungsreich, sicher besser als die Strasse, der andere Weg vom Tunnelportal ist etwas uriger.
Bemerkungen: Spannende Levadaerkundigungen, für Leute, die so etwas gerne machen
GPS-Daten: Original GPS-Track