Tschars_Staben_Juval

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Waale und Wanderungen um das Schloss Juval, Staben, Kastelbell und Tschars


Gegend: Schloss Juval, Staben und Tschars

Kastelbell, Tschars und Staben liegen im Talgrund des Vinschgaus, westlich des Einganges zum Schnalstal. Hoch über dem Talgrund thront das Schloss Juval.

Waale um Tschars, Staben und Schloss Juval:


Der Tscharser Schnalswaal hat eine Länge von 11 Kilometern und ist damit der längste Waal im Vinschgau. Er wurde nach einer Bauzeit von 13 Jahren 1517 fertiggestellt. 1553 wurde er von den Galsaunern nach einer Einigung mit den Tscharsern bis nach Galsaun verlängert. Bereits um 1290 wird aber bereits ein Waal am Stabener Sonnenberg erwähnt, wie oft ging es dabei um Streitigkeiten wegen der Wasserrechte. Der Schnalswaal wird auf 860 Metern bei Altrateis am Schnalser Bach gefasst, verläuft dann zuerst offen, dann auch in Rohren und in einem Felsstollen bis etwa 1200 Meter vor das Schloss Juval. Ab hier offener Verlauf unter dem Schloss Juval um die Felsnase, hier steht eine Waalerhütte, die immer noch von einem Waaler genutzt wird, und eine Waalschelle. Ab hier quert er in seinem ursprünglichen Zustand am Sonnenhof vorbei die vegetationsarmen Hänge nach Westen, vorbei an einer weiteren Waalschelle. Er fliesst oberhalb von Tschars vorbei bis oberhalb von Galsaun, wo er auf 650 Metern Höhe endet.


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Der Stabener Waal hat eine Länge von 5 Kilometern und wurde ursprünglich ebenfalls am Schnalser Bach gefasst, führte dann mit an den Felswänden verankerten Rinnen aus der Schlucht heraus, vorbei am ehemaligen Kugelhöfl, dann um die Nase unterhalb des Schlosses Juval herum. Dieser Teil wurde 1980 aufgelassen, das Wasser wird bei Bedarf über eine Druckröhre aus der Etsch hinaufgepumpt. Ab hier quert er mehr oder weniger parallel zum Tscharser Schnalswwal, aber etwa 150 Meter tiefer die Hänge bis in die Nähe des Falzrohrhofes. Die erste Hälfte des Waales bis zum Unteren Ortlhof wurde 1812 erbaut, 1819 wurde er von den Stabener Bauer bis zum Falzrohrhof verlängert. Wie der Schnalswaal wird auch der Stabener Waal von einem markierten Wanderweg begleitet.


Der Juvaler Schlosswaal wird auf 1970 Metern am Maritzbach oberhalb der Saxalber-Alm gefasst. Er querte zuerst die steilen Hänge zur verfallenen Schlossalm, ab hier steil zum Hof Oberjuval, weiter zum Hof Mitterjuval und endete schliesslich bei den Wiesen des Unterjuval und des Schlosshofes auf 930 Metern. Er wurde 1974 aufgelassen und durch eine Rohrleitung ersetzt. Entlang des alten Waalverlaufes findet man ab und zu noch alte Holzkandln.


Der Grosse Etschwaal wird zwar zwischen Latsch und Tscharsch gefasst, wird aber unter
Waale um Naturns besprochen.

Waale oberhalb von Kastelbell:


Der Platzer Waal hat eine Länge von 1.5 Kilometern und wird am Vermoibach auf 1280 Metern Höhe gefasst. Er führt nach Südwesten zu den Platzhöfen und zu den Wiesen am Platzer Boden. Der Waal bestand zum grössten Teil aus Holzkandln und wurde 1985 durch eine Rohrleitung ersetzt. Noch früher wurde das Wasser über eine 50 Meter lange Kandlleitung auf über 5 Meter hohen Holzstützen zwischen dem Platzer Boden und den Platzhöfen geleitet, diese Konstruktion ist schon seit langer Zeit verschwunden.


Der Trumsberger Waal hat eine Länge von 1.5 Kilometern und wird am Galsauner Bach auf 1500 Metern gefasst. Er führt zum Bergweiler Trumsberg und endet auf dessen Wiesen auf 1350 Metern Höhe..


Empfohlene Wanderungen um das Schloss Juval, Staben und Tschars:


Die
Wanderung bei sentres.com, Begehung des Latschanderwaalweges (westlicher Teil), (pdf).
Man kann natürlich auch den ganzen Latschanderwaal und danach zusätzlich auch noch den Tscharscher Schnalswaal bis zum Schloss Juval erwandern und von dort ins Tal absteigen.

Die Wanderung bei sentres.com, Stabener Waal und Tscharscher Schnalswaal (pdf).


Unsere Wanderungen um Tschars:



Schloss Juval und Tarscher Schnalswaal: 08.08.2011

Spaziergang vom Parkplatz in Juval zum Schloss, auf dem Tarscher Schnalswaal gegen die Fliessrichtung bis zum Tunnel, dann in Fliessrichtung, Abstieg
ca 7 Km, Höhendifferenz ca. 300 Hm Auf- und Abstieg