Waale_Malser_Haide

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Waale auf der Malser Haide



Gegend: Malser Haide

Als Malser Haide wird der grosse Schwemmkegel nördlich von Mals und unterhalb des Haidersees bezeichnet, der aus den Ablagerungen des Plawenn-Baches und des Punibaches ins Etschtal entstanden ist.
Die natürlichen Bachläufe der Etsch, des Punibaches und des Plawannerbaches mit seiner Fortsetzung als Alpgrabenbach bilden an sich bereits eine gute Grundlage für ein Bewässerungssystem (siehe Karte). Zusammen mit wenigen grossen Tragwaalen entsteht damit ein grobes Netz von Bewässerungskanälen. Diese werden von vielen kleinen Waalen, die teilweise verrohrt sind, angezapft und ermöglichen damit eine lückenlose Bewässerung der Wiesen auf der Malser Heide. Das System der Bewässerung mit den Beregnungsanlagen hat sich zwar verändert, aber die grossen Tragwaale haben nichts von ihrer Bedeutung eingebüsst.

Waale auf der Malser Haide:


Der wichtigste Tragwaal im oberen Teil ist der Teschgwaal oder Töschgwaal oder Teschkwaal
Der 4 Km lange Wiesenwaal wird an der Etsch auf 1450 M.ü.M gefasst, kreuzt die Reschenstrasse hier und quert die gesamte Malser Haide. Er verläuft bis unterhalb von Ulten. Dort biegt er im rechten Winkel nach Süden und fliesst in der Nähe der Brücke 'Im Sack' auf 1325 M.ü.M. in den Punibach. Er wird erstmals 1367 erwähnt. Es handelt sich um einen offenen Wiesenwaal ohne Begleitweg.

Vom Teschgwaal zweigt 500 Meter nach der Fassung auf 1450 M.ü.M. der Neuwaal in Fliessrichtung links ab. Er kreuzt die Reschenstrasse hier und verläuft dann parallel zum Teschgwaal praktisch eben bis unterhalb von Ulten bis auf 1435 M.ü.M. Der 3 Kilometer lange Wiesenwaal besitzt keinen Begleitweg.

Etwas weiter südlich verläuft der Larginwaal. Der 2.5 Km lange Wiesenwaal wird auf 1405 Metern an der Etsch gefasst. Er verläuft zuerst nach Süden, kreuzt die Reschenstrasse hier. Kurz danach zweigt eder Magrinwaal in Fliessrichtung rechts ab. Der Larginwaal quert nun die Malser Haide nach Osten und läuft in den Wiesen auf ca. 1350 M.ü.M. aus. Er besitzt keinen Begleitweg. Der Waal wird bereits um 1390 erwähnt und ist in seinem ursprünglichen Zustand erhalten.

Der Margrinwaal wird wie oben erwähnt, auf ca. 1380 M.ü.M. vom Larginwaal abgezweigt. Der 4 Km lange Waal fliesst zuerst Richtung Südost quer über die Malser Haide, kreuzt die Reschenstrasse hier und hier, dann südwärts bis zur Kehre der Reschenstrasse und weiter südlich bis nordwestlich von Mals, wo er auf 1110 Metern ausläuft. Es handelt sich um einen typischen Wiesenwaal ohne Begleitweg, der ebenfalls in seinem ursprünglichen Zustand erhalten ist.

Der Kriegwaal wird auf ca. 1200 M.ü.M. am Südrand von Burgeis an der Etsch gefasst. Er passiert die St.-Michaels-Kirche und verläuft parallel zur Zufahrt nach Burgeis und später entlang der Reschenstrasse südostwärts quer über die Malser Haide. Der Kriegwaal mündet schliesslich am Nordrand von Mals bei der Vierzehn-Nothelfer-Kirche in den Punibach. Er ist wasserführend, an gewissen Stellen verrohrt, meist aber noch als Wiesenwaal vorhanden. Er wird bereits um 1390 erwähnt. Der Name leitet sich von Streitigkeiten zwischen 1425 und 1727 zwischen Burgeis und Mals ab.

Der Spinaiwaal wird auf ca. 1320 M.ü.M. an der Puni abgeleitet und quert die Wiesen in südwestlicher Richtung. Er mündet in den Margrinwaal. Typischer Wiesenwaal ohne Begleitweg.

Der Alpbachgraben ist teilweise natürlichen Ursprunges, wird aber als Querverbindung von Nordost nach Südwest ebenfalls als Wasserzufuhr genutzt. Er quert die Reschenstrasse hier und ist mit seiner natürlichen Vegetation auch von hier gut zu erkennen.

Wanderungen auf der Malser Haide:



Familienwanderung auf der Malser Haide

Die Begehung der einzelnen Waale ist jetzt nicht so besonders attraktiv, zumal es sich bei den Wiesenwaalen um Waale ohne Begleitpfad handelt.
Die Wanderung bei sentres.com, auf der man einigen der Waale begegnet, gibt allerdings einen guten Eindruck des dicht gesponnenen Netztes von Waalen auf der Malser Haide (pdf).


Von Plawenn aufs Mittereck 11.10.2012

Von Plawenn über das Grosshorn zum Mittereck, Abstieg über das Stoanmandl nach Plawenn
ca. 13 Km, Höhendifferenz 1200 m Auf- und Abstieg


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Quelle: Südtiroler Waalwege 40 schöne Wanderungen von Hanspaul Menara ISBN 978-88-8266-829-7