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29.06.2022 Das neue Speicherbecken und die Weiterentdeckung der Levada da Senhora
Datum: 29.06.2022
Anfahrt: Calheta - Speichersee Pico da Urze
Verlauf: Angedacht war ursprünglich die Besichtigung des Staudammes auf dem Pico da Urze, den ich noch nie aus der Nähe gesehen habe. Bei meinem letzten Besuch hier (2013) sah das alles noch unberührt und intakt aus.
Allerdings muss ich jetzt sagen, dass sich die neuen Bauten relativ harmonisch in die Gegend einfügen.
Gestartet bin ich neben dem Stausee und umrundete den See südöstlich, bis ich auf die neugebaute Levada Velha do Lajeado traf. Dieser entlang, vorbei am kleinen, aber wunderschönen Wasserfall in der Ribeira do Lajeado, bis zur Madre.
Weiter auf einer Schotterpiste bis zur Brücke über die Ribeira Grande und dann auf einem schmalen Pfad zum Pico Fernandes ou Rabaçal.
Hier hat man einen wunderschönen Blick auf den Stausee.
Weiter auf dem neu ausgebauten Vereda do Pau Seco, die ich auch noch nie gegangen bin. Bei der Kreuzung mit der verfallenen Levada da Senhora konnte ich nicht widerstehen, die alten Levadaspuren zu suchen und bin dann erstmal Richtung Madre in der Ribeira da Agua Negra ou do Risco vorwärtsgegangen. Der Weg ist zwar ein wenig freigeschlagen, man muss aber doch gut schauen, wo man hintritt.
Die Madre ist sehr schön, man kann da etwas rumkraxeln und von der Madre dem Fluss etwas nach oben und nach unten folgen. Nicht ganz ungefährlich, aber wenn man sich das gewohnt ist, nicht wirklich schwierig.
Zurück zur Vereda do Pau Seco. Ich hätte nicht erwartet, dass auch der Weiterverlauf zur Ribeira Grande freigeschlagen wurde, also habe ich kurzentschlossen auch diesen Abschnitt erforscht. Ich wusste ja von meiner Wanderung 2013, wo und wie die Levada da Senhora auf die Levada Grande trifft und wo dann auch die Levada später den PR von der Lagoa do Vento zur Levada do Alecrim kreuzt.
Es war schon etwas speziell, den Spuren durch den hohen Farn zu folgen, irgendwann wurde es dann sehr steil, aber gut freigehauen und plötzlich stand ich an der Ribeira Grande, gegenüber des Tunnels, den ich 2013 besucht habe.
Ich habe die Ausblicke aus dem Bachbett zum Tunnel genossen und die Zuflüsse aus der Ribera Grande unter die Lupe genommen.
Es war allerdings ein etwas mulmiges Gefühl, welches mich hier beschlich: Der Abstieg vom Ufer, wo ich herkam, war sehr steil und ein Weg zurück war nicht möglich, weil man auf dem letzten steilen Sück runterrutschen musste. Also musste ich auf der andern Seite wieder aus dem Bachbett raus, was nicht einfach aussah. Aber jemand hat unter dem Tunnelausgang einen Tritt in die Felswand reingeschlagen, mit Einsatz von Händen und Füssen konnte ich mich da hochziehen.
Vermutlich hätte man aber auch etwas weiter unten einen Weg gefunden, um wieder auf die Levada hochzukommen.
Nachdem ich auf sicherem Grund den kleinen Tunnel genossen habe, ging es auf dem mir bekannten Weg zurück zum PR.
Dieser Abnschnitt ist sehr schön, aber auch stellenweise ziemlich zugewachsen.
Auf dem PR dann hoch zur Levada do Alecrim und weiter zum Ende der Levada Velha do Lajeado, den Rückweg durch den Ginster habe ich nicht mehr gefunden, also habe ich einen kleinen Umweg gemacht und bin dann wieder beim Ausgangspunkt gelandet.
Distanz: 12.2 Km, 250 Hm Aufstieg, 250 Hm Abstieg
Start: 09.20 Pico da Urze
Ende: 13.55 Pico da Urze
Zustand: Die Runde auf den Pico Fernandes ou Rabacal ist altbekannt, teilweise kann man sich im Farn etwas verlaufen, die von mir begangene Variante könnte demnächst wieder zugewachsen sein.
Der Weg entlang der ehemaligen Levada da Senhora ist spannend, braucht aber etwas Orientierungsvermögen. Es ist sehr einsam hier!
Der von mir gewählte Ausstieg aus der Ribeira Grande in den Tunnel ist nicht ganz einfach, vielleicht gäbe es Alternativen bachabwärts
Bemerkungen: Für Leute, die sich so etwas gewohnt sind, eine traumhafte Runde!
GPS-Daten: Original GPS-Track
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