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15.05.2019 Endlich mal zum Stonehenge, mit weiteren Levadaerforschungen
Datum: 15.05.2019
Anfahrt: Canico - Ribeira Brava - Encumeada - Pedras
Verlauf: Eigentlich wollte ich heute einen Ruhetag einziehen, aber das trübe Wetter in Canico de Baixo und die Aussicht auf eine sonnige Paul da Serra haben mich dann doch wieder aus dem Appartment gelockt.
Zwischen Pedras und Biva da Cana geht eine Piste nach Südwesten weg, man könnte hier auch noch etwas reinfahren, aber ich habe das Auto auf der ER 110 parkiert und bin zu Fuss zu den grossen Rotoren gegangen. Nach einem Zaunüberstieg geht es dann sehr unklar weiter, ich habe mich von meinem Gespür leiten lassen, aber das führte dazu, dass ich zu weit südlich an eine steile Klippe gekommen bin. Insofern schön, als dass der Blick von hier auf die Steinformationen von 'Stonehenge' sehr schön überblickt werden konnten. Weiter dann nach Norden und dem Weg entlang bis zu den Steingattern.
Wie es logisch ist, gibt es auch hier einen Geocache, danach tastete ich mich sorgfältig an die zahlreichen hier weidenden Kühen heran. Direkt von Stonehenge führt ein Bach/zuführende Levada senkrecht zur weiter unten fliessenden Levada da Serra, mehr oder weniger parallel dazu gäbe es auch einen schmalen steilen Verbindungsweg. Aber da unten war ich schon 2015, mit schlechten Erinnerungen, weil ich kurz davor meine Kamera in der Levada versenkt hatte. Jedenfalls war damals auf der Levada nach etwa 100 Metern Schluss, der Weg war abgerutscht und wir mussten umkehren. Deshalb war das nächste Ziel, von der anderen Seite an die Abbruchstelle zu kommen.
So ging es südlich zuerst weiter auf der Suche nach der parallel zur Levada da Serra fliessenden Levadinha am Cascalhorand. Zuerst geht man auf einem etwas undefinierten Weg, immer quer durch Kuhherden. Man kann dann vom Weg etwas Richtung Cascalhorand gehen, dort entdeckt man die aus einem Ginsterurwald kommende Levadinha. Dieser kann man gut folgen, aber die Kühe lieben es, darin zu baden, also muss man manchmal etwas ausweichen.
Nach ein paar 100 Metern macht die Levada einen Knick nach Westen und führt in der Fallinie zur Levada da Serra. Ich bin hier dann auch abgestiegen. Man kann von hier sehr schön den Weiterverlauf der Levada da Serra auf einem Felsplateau beobachten, aber der Weiterverlauf wie auch die Vereinigung mit der Levadinha liegen in dichtem Ginster. Keine Ahnung, ob da gelegentlich jemand durchgeht, es scheint nicht wirklich abschüssig und gefährlich zun sein, aber einfach zugewuchert.
Gegen die Fliessrichtung dominieren 2 Betonkaskaden, wo das Wasser eine kleine Geländestufen überquert. Ab hier kann man zuerst relativ bequem der Levada da Serra folgen, sie ist relativ frisch betoniert (kann aber auch schon ein paar Jahre her sein), aber der Bewuchs wird immer dichter. Und es ist nicht ganz ungefährlich, neben der Levada zu gehen, weil der Untergrund nicht immer einsehbar ist und es hier manchmal doch ziemlich senkrecht runtergeht. Ein kleiner Überhang, dann sehr ginstrig, dann stand ich an dieser Stelle, an der wir vor 4 Jahren umgekehrt sind. Ich würde mal behaupten, dass auch die erfahrenen Levadeiros hier nicht durchgehen, oben ist eine senkrechte Felswand, unten sehr steil, dazwischen die intakte Levada über einen 30 cm Felsüberhang, aber kein Weg.
Zurück auf gleichem Weg bis vor die Kaskaden, dann direkt hoch zum Weg und weiter um den Lombo zu einem Hochspannungsmast. Ab hier gibt es sowas wie einen alten Zugangsweg, der aber immer wieder von Stechginster überwuchert ist. Mit etwas Intuition findet man aber einen relativ unstacheligen Weg zurück zur Piste. Auf dieser Zurück zum Auto.
Distanz: 5.1 Km, 200 Hm Aufstieg, 200 Hm Abstieg
Start: 12.20 ER 110
Ende: 14.20 ER 110
Zustand: Meditativer, teils wegloser Zugang zu Stonehenge, es gibt sicher auch einen direkteren Weg.
Der Weg rund um den Lombo Richtung Pedras ist in Ordnung, ungefährlich, was den Weg anbelangt. Wanderern mit Angst vor Kühen ist er eher abzuraten.
Die Levada da Serra ist machbar, mit entsprechender Vorsicht, weil der Weg und die Levada doch ziemlich zugewachsen sind und die Levada teilweise etwas ausgesetzt ist.
Bemerkungen: Die Levada da Serra ist doch eher für Levadafreaks geeignet, aber die Aussichten sind schon toll!
GPS-Daten: Original GPS-Track
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